02.06.2014

Musée d’ethnographie de Genève – MEG

Objekt: Musée d'ethnographie de Genève - MEG, Boulevard Carl-Vogt 65-67, 1205 Genf
Bauherrschaft: Stadt Genf, Departement für Bauten und Stadtplanung
Architektur: Graber Pulver Architekten AG, Zürich / Bern
Fassadenplanung: Mebatech Ingenieurbüro für Metallbautechnik AG, Baden
Fassadenbau: Sottas SA, Bulle
Fertigstellung: 2014
Bilder: MEG, B. Glauser

BWB-Finish: Beizen – im Matt-Effekt E6
BWB-Verfahren: BWB-Colinal 3115

#Architektur #Colinal #Genfersee/Wallis/Tessin 

Das Musée d’ethnographie in Genf, kurz MEG, zieht nicht nur Kunstliebhaber, sondern auch Fotografen und Touristen aus aller Welt an. Hoch aufragend und dramatisch spitz zulaufend, verleiht das geometrische Design mit auskragenden Metallvordach dem MEG-Gebäude einen besonderen Charme und Einzigartigkeit. Die bronzene Eloxaloberfläche schützt die Fassadenelemente vor Korrosion, zudem bleibt die Metallstruktur des Aluminiums erhalten.

Umbenennung des MEG im Dialog

Aktuell fragt die Museumsleitung offen nach einer Umbenennung des MEG, und die Genfer Bevölkerung diskutiert mit: Der Begriff ethnographisches Museum sei zu stark mit Raubgütern der Kolonialisierung verbunden, das reine "Beschreiben von Völkern" und das Ausstellen "exotischer" Objekte werde der Institution nicht gerecht. Andere Stimmen finden, das Museum entspräche dem multiethnischen Charakter der Stadt Genf und habe sich stets respektvoll um kulturelle Sammlungen und derer Herkunft gekümmert.

In Genf ist man sich einig: Das MEG ist fester Bestandteil der Stadt und seinem Erscheinungsbild. Seine facettenreiche Architektur nimmt geschickt Bezug zur kulturellen Diversität. Hoch aufragend und spitz zulaufend, verleiht das geometrische Design dem Gebäude einen besonderen Charme und Einzigartigkeit. Die Dachform mit auskragenden Metallvordach erinnert an ein traditionelles Langhaus. Die rautenförmige geflochtene Fassade aus Aluminium verleiht dem MEG weitere interkulturelle Noten. Ein Besuch der Bibliothek im zweiten Stock lohnt sich und zeigt doppelte Rauten in elegantes Farbmusterspiel, als Fenster und als Lichteinfall.

Die Architektur des Museums bleibt sehenswert und der Dialog zur Umbenennung bleibt aktiv.
Mehr zum MEG, seiner Architektur und zur möglichen Umbenennung gibt es unter folgenden Links:


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